Monatsgedanken

Sepember 2026

Die Sehnsucht des Menschen nach dem Guten fördert das Bemühen, bestimmte Dinge „richtig“ machen zu wollen. Manchmal sucht man nach Rezepten, was man tun sollte, um ein gutes Miteinander zu bewirken oder ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Je konkreter ein Ziel wird, um so größer ist die Gefahr dieses zu verfehlen.

Trotz guter Planung und trotz allem Bemühen ist Ergebnisoffenheit gefragt. Viel zu oft sucht man einen Sündenbock, sofern das angestrebte Ergebnis nicht erreicht wird. Es gibt niemals „nur einen Sündenbock“. Wir werden mit unliebsamen Überraschungen konfrontiert und diese lassen sich nicht vermeiden. Manchmal versucht man eine andere Wenn-Dann-Strategie und vergisst, dass es keine Methode gibt, die ein bestimmtes Ergebnis garantiert.

Wir brauchen Ziele und Visionen, dennoch lohnt es sich rechtzeitig unterscheiden zu lernen zwischen „Tops“ und „Flops“, also zwischen dem Wunschergebnis und dem Scheitern. Sich die „Flops“ bewusst-zumachen, könnte unser Leben an wesentlich bereichern.

Aus-einander-setzen ist eine Herausforderung, die sich lohnt. Wer genau auf das schaut, was nicht so gelungen ist, wie man sich dies vorgestellt hat, wird entdecken, dass es Einflüsse und Störsender von außen gibt. Zu meinen, man sei ausschließlich selbst für Sieg und Niederlage verantwortlich, führt in die Überheblichkeit.
Eine Frau wurde gefragt: „Was ist das Geheimnis deiner Ruhe?“
“Aus dem Herzen kommendes, uneingeschränktes Kooperieren mit dem Unvermeidlichen.”

Scroll to Top