Monatsgedanken

November 2026

Verstehe ich diesen Gedanken von Viktor Frankl?
Interessiert mich dieses „ganz Mensch sein“?
NIcht nur von Viktor Frankl gibt es eine Fülle von klugen Gedanken und inspirierenden Inhalten. Viele gute Sprüche dienen zur Dekoration in Räumen. Meistens hängen wir diese auf, weil sie uns im Moment des Lesens berühren. Doch wir haben selten Zeit intensiver nachzudenken, was bedeutet dieser Gedanke für mich. Vielleicht stimmt die Formulierung nicht, dass wir keine Zeit „haben“ – wir könnten sie uns „nehmen“. Allerdings ist kaum etwas schwieriger als sich von vertrauten Gewohnheiten zu verabschieden und sich wirklich Zeit zu nehmen.
Theoretisches Wissen ist eine gute Sache, doch ohne Umsetzung in den praktischen Alltag bleiben die besten Gedanken . . . Gedanken.

Die Frage nach dem Menschsein hat wesentlich mit unserem eigenen Standpunkt zu tun. Dazu gehören jene Menschenbilder, welche uns geprägt haben. Nun stellt sich die Frage:
Wie wollen wir unsere Gegenwart und somit auch die Zukunft gestalten?
Menschen fragen immer öfter Chatbots wie ChatGPT. Künstliche Intelligenz kann vieles, doch vom Menschsein selbst hat sie keine Ahnung. Sie kennt kennt weder Liebe noch Mitgefühl und es liegt an uns, über ihren Einsatz bewusst nachzudenken. Menschliche Kreativität und persönlicher Ideenreichtum ist im Zeitalter künstlicher Intelligenz wichtiger denn je.

In der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT steht ein Artikel von zwei Journalistinnen. Sie haben mit der ersten KI-Schauspielerin der Welt ein Gespräch geführt oder führen wollen. Diese KI-Schauspielerin erklärte den beiden, dass sie dazu da sei, uns zu unterhalten. Sie sei ein KI-Talent, erschaffen aus einer Menge menschlichem Wissen, aber ohne eigene Lebenserfahrung.

Gedanken und Worte, Tatsachen und Unwahrheiten, welche wir lesen oder hören, können unseren Standpunkt stören oder erschüttern. Im Unterschied zum Beipackzettel eines Medikaments erhalten wir in der digitalen Welt keine Warnung. Es gibt soviel Desinformation und Propaganda, das seriöse Berichterstattung immer wichtiger wird.
Dirk Stermann bietet seit Oktober einen neuen Podcast in Österreich an: STERMANN FRAGT FÜR EINEN FREUND.
Im Gespräch mit Corinna Milborn führen sie ein Gespräch von Mensch zu Mensch und sprechen mutig jene Dinge an, welche die meisten von uns wahrnehmen. Die beiden finden nicht nur eine gute Sprache, sondern inspirieren und regen zum Nachdenken an.



Eine spannende Frage und sie erinnert uns an unsere Träume und Sehnsüchte und ganz im Sinne von Viktor Frankl an die „vollen Scheunen der Vergangenheit“. Dennoch haben wir immer Möglichkeiten, doch nicht immer reicht die Kraft die Möglichkeiten zu verwirklichen. Mit dieser Begrenztheit konfrontiert geht es um das Bewusstmachen was man selbst noch machen will und kann.

„Vielleicht ist es die anspruchsvollste Aufgabe, die Kinder, die selbst Eltern sind,
überhaupt auf sich nehmen können.
In sich, in ihrem Herzen, die destruktiven Dynamiken zu versöhnen, die sie in sich spüren und unter denen sie leiden.
Sie wahrzunehmen, sie an sich herankommen zu lassen, sie auszuhalten und so ausheilen und zur Ruhe kommen zu lassen.
Es gilt auch hier, der Weg, der zu einem versöhnten Herzen führt über die Annahme der eigenen inneren Realität.“
Michael Bordt, Die Kunst, die Eltern zu enttäuschen

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