Monatsgedanken

Juni 2024


Diese Monatsgedanken hat Inge Patsch geschrieben.


Im Mai fand in Innsbruck das Journalismusfest statt und ich konnte bei einigen Veranstaltungen zuhören und alle Journalistinnen und Journalisten haben mich mit ihrem Wissen und in ihren Erzählungen über ihre Arbeit berührt und ermutigt, darüber in unseren Monatsgedanken zu schreiben. Zum Thema: Migrationsmetaphern Sprachen und Ideologien des Rechtspopulismus fand ich das Gespräch zwischen Daniela Ingruber, Hasnain Kazim und Dajana Mehadžić außerordentlich bereichernd und sehr erkenntnisreich. Betroffen hat mich gemacht, wie groß der Einfluss der sogenannten Boulevardzeitungen ist und wie dadurch Hass und Hetze auf unsere Gesellschaft übergreift.


Die oberflächliche Befriedigung, einen Schuldigen gefunden zu haben, davon leben reißerische Schlagzeilen. Völlig verständlich ist, dass diese Buchstaben mehr Aufmerksamkeit erregen, als ein Text, für den wir Zeit zum Lesen und Ruhe zum Nachdenken brauchen.
Daher wird auch die Bereitschaft, andere verstehen zu wollen, stark reduziert und einige meinen sogar, sie seien im Besitz der Wahrheit.


Eva Menasse schrieb im Mai einen lesenswerten Artikel in DIE ZEIT: „Es kostet uns den Verstand“




Anlässlich des Journalismusfestes in Innsbruck fand der Podcast Servus. Grüezi. Hallo. in Innsbruck statt. Matthias Daum aus Zürich, Florian Gasser aus Innsbruck oder Wien und Lenz Jakobson aus Berlin reden in ihrer 300. Folge des Alpenpodcasts über das, was Schweizer, Österreicherinnen und Deutsche vom Staat erwarten.
Einige von unserem Verein waren life dabei. Der große Saal im Agnes-Heller-Haus fast 600 Personen und aufgrund des großen Zuspruchs konnten nicht alle teilnehmen. Den Podcast gibt es zum Nachhören


Florian Gasser erwähnt, dass es genügend Beispiele für Defizite gibt, doch für den Hausgebrauch ist es in Österreich okay. Man bekommt Termine beim Amt, ohne zu warten, es werden Familien relativ stark gefördert, die Bildung ist niederschwellig zugänglich, die Verwaltung könnte besser sein, aber jede Verwaltung könnte besser sein, doch im Vergleich mit Deutschland und Schweiz ist es bei uns schon ganz gut.
Wer nicht so viel Zeit zum Hören des gesamten Podcasts hat, der findet bei ca. 55 Minuten diese Gedanken.


UMBERTO ECO – EINE BIBLIOTHEK DER WELT
Ein sehenswerter Film für alle, die Bücher lieben.

„Bibliotheken sind das gemeinsame Gedächtnis der Menschheit.
Das Internet wird die Buchkultur ebenso wenig zerstören, wie der Jazz die klassische Musik ausgelöscht hat. Wir haben 500 Jahre alte Bücher, die aussehen wie frisch gedruckt. Aber wir wissen nicht, wie lange elektronische Medien halten. Unsere Computer sind nicht in der Lage prähistorische Floppy-Disks zu lesen.“ Umberto Eco

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